Blockflötenunterricht

Früh-Instrumentalunterricht für Blockflöte in Verbindung mit Orff-Instrumenten in kleinen Gruppen

Sinn und Ziel des Unterrichts ist es, den Kindern in kleinen Gruppen auf spielerische Weise das Blockflötenspiel zu vermitteln.

Durch Malen, Klatschen, Singen, Ausmalen, rhythmische Übungen, Atem- und Fingerübungen wird der Unterricht so gestaltet, dass er den Kindern Spaß bereitet.

Das Lernen, das auf spielerische Weise erfolgt, fördert bei Kindern Aufnahme- und Wiedergabe- fähigkeit, Konzentration, Grob- und Feinmotorik usw., was ihnen auch in der Schule von Nutzen sein wird.

Die Kinder werden so Schritt für Schritt in die schöne Welt der Musik eingeführt, in der sie
nicht nur Zuhörer sondern auch Mitwirkende sind.

Entwicklung von rhythmischen Fähigkeiten

Wie in der musikalischen Früherziehung wird auch im Instrumentalunterricht das rhythmische Gefühl durch rhythmisch betonte Aufgaben entwickelt. Die einfachen körperlichen Bewegungsabläufe in verschiedenen Varianten wie Gehen, Laufen, Hüpfen, Klatschen, Galoppieren usw. sind besonders gut geeignet, um die rhythmischen Schwierigkeiten bei ersten Flötenübungen zu beheben. Auf spielerische Weise vermittelte rhythmische Aufgaben erlauben schon frühzeitig, zu einem gemeinsamen Musizieren zu kommen, das den Kindern wie auch den Lehrern Freude macht.

Entwicklung von technischen Fähigkeiten

Wichtige Voraussetzung für das Spiel auf der Blockflöte ist die richtige Körper- und Flöten- haltung. Eine freie, ungezwungene Körperhaltung ermöglicht im Sitzen wie auch im Stehen eine natürliche, ungehinderte Atmung sowie richtige motorische Koordination von Arm- und Finger- bewegungen. Mit gezielten didaktisch grob- und feinmotorischen Spielen wird die richtige Stellung von Körper, Hand und Fingern erreicht. Auch technische Fähigkeiten werden durch Finger- koordinationsspiele weiterentwickelt.

In gesungenen Reigenspielen werden Musik und Bewegung verbunden. Das natürliche Bedürfnis, sich beim Singen zu bewegen, kann man auch im Blockflötenunterricht verwenden. Das Flöten- spielen, mit einfachen Schritten im Raum ver- bunden, führt zu einem musikalischen, rhyth- mischen Zusammenspiel und zum lebendigen Flöten, auch ohne Bewegung.

Die meisten Kinder verfügen unbewusst über
eine natürliche Atemtechnik, die durch gezielte didaktische Spiele, wie z. B. Seifenblasenspiele,
in eine bewusste Atemtechnik übergeht, welche eine wichtige Rolle für richtiges Blasen und Bildung von musikalischen Sätzen spielt.

 

 

 


Fantasiespiele im Blockflötenunterricht

Schon ganz früh entwickelt das Kind seine Fantasiewelt. Auch im Blockflötenunterricht werden Fantasiespiele gezielt verwendet. Es werden verschiedene Geräusche, wie z. B. Lokomotive, Eule, Katze, Feuerwehr, auf der Flöte imitiert. Mit Vorliebe verwandeln sich die Kinder in all diese Fantasiefiguren. Auch die Notennamen werden durch diese fantastische Welt der Tiere schnell gelernt, wie z. B. Affe —A-, Hahn —H-. Auf diese Weise lernen die Kinder sehr früh, den Notentext abzu­lesen, um ihn dann auf die Blockflöte zu übertragen.

Elementare Musiktheorie

Zum späteren bewussten Musizieren ist das spielerische Erlernen von elementarer Musiktheorie schon im frühen Alter unerlässlich. Das fängt mit musikalisch-didaktischen Spielen an, wie z. B. lang-kurz-Töne, Eisenbahnspiel, Echospiel. Die Kinder lernen Begriffe wie „auf“, „hoch-tief“, „Zwischen- räume“, „laut-leise“. Durch Malen in Notenheften mit breiten Linien lernen die Kinder verschiedene musikalische Begriffe und Notennamen auf spielerische Weise kennen. Auf vorgedruckten Notentexten sind die Noten groß auf breiten Linien aufgezeichnet, um kindgerechte visuelle Aufnahmefähigkeit zu ermöglichen.

Zusammenspiel

Wie das Basteln und Spielen macht auch gemeinsames Musizieren den Kindern viel Spaß. Wenn alle Kinder in der Gruppe mit dem vorher Erlernten vertraut sind, werden zuerst kleine einstimmige Melodien von Einzelnen gespielt. Die anderen Kinder in der Gruppe „kontrollieren“, ob alles „richtig“ gemacht wurde. Danach werden abwechselnd alle Kinder diese Melodie spielen. Auf diese Weise werden zwei-, drei-, vierstimmige Melodien ausgearbeitet, wobei die Kinder abwechselnd Flöte und Orff-Instrumente spielen.