Wir arbeiten nach dem demokratischen Erziehungsstil, der die Kinder zu selbst-ständigen, kritikfähigen Persönlichkeiten in partnerschaftlicher, angstfreier Atmosphäre erzieht.

Der Kindergarten hat eine unterstützende Funktion in der Erziehung des Elternhauses.
Die Erfahrungen, die die Kinder in diesem
Alter machen, sind ausschlaggebend für ihr ganzes Leben. Deshalb gibt es viele Bereiche,
in denen sie gefördert und gefordert werden, denn die Aufgabe vorschulischer Erziehung ist eine umfassende Bildung möglichst vieler Fähigkeiten.

Unser Ziel ist es, dass die Kinder sich zu einer selbstständigen Persönlichkeit wie auch
zu einem bewussten Mitglied der Gesellschaft entwickeln. Ein weiteres Ziel ist die Förderung und Entwicklung des motorischen Bereiches, welcher im engen Zusammenhang mit der seelischen Entwicklung steht. Wir geben den Kindern die Möglichkeit sich zu bewegen, z.B.
bei Kinderturnen, Rhythmik, auf dem Spielplatz und im Freispiel.

Auch die Feinmotorik wird bei uns gefördert. Wir stellen ausreichend Spiel- und Bastelmaterial zur Verfügung. Sie wird durch Schneiden, Ausmalen, Kneten, Perlen Aufziehen und anderes geschult.



Da viele Kinder in der heutigen Gesellschaft ohne Geschwister aufwachsen, kommt der Gruppe eine weitere wichtige Bedeutung zu. Denn sie ist es, die den Kindern die Möglichkeit gibt, Beziehungen und Freundschaften zu knüpfen. Sie lernen, sich der Gruppe zugehörig zu fühlen und gleichzeitig sich mit ihr auseinanderzusetzen.

Bedürfnisse und Wünsche zu äußern wird geübt, aber auch Wünsche zurückzustellen. In Konflikt-situationen sollen die Kinder mit der Zeit eigene Lösungsmöglichkeiten entwickeln und diese dann auf verbale Art und nicht gleich mit „Gewalt“ ausdrücken.

Durch wechselnde Projekte bringen wir den Kindern ihre Umwelt nahe, diese vertiefen wir durch Gespräche, Buchbetrachtungen, Ausflüge
in die Natur und Besuche verschiedener Ein-tungen wie Museum, Post, Bäckerei, Bücherei usw. Weiterhin setzen sich die Kinder kreativ damit auseinander durch Malen, Werken, Gesang, Tanz und Theaterspielen.
 



Wir sprechen über die eigenen und fremden Lebenssituationen, Familie, Kindergarten, Ausländer, arm und reich, Stadt und Dorf, Verkehr, Jahreszeiten usw. Den Kindern wird dadurch ihre Umwelt bewusster und sie können sie besser einordnen.

Wir haben uns für altersgemischte Gruppen entschieden; hier hat das Kind Spielraum für
den individuellen Entwicklungsrhythmus. Die Kinder werden in der altersgemischten Gruppe
für Interessen und Fertigkeiten der anderen sensibilisiert.

Die Größeren lernen, Einfühlungsvermögen und Verantwortung gegenüber den Jüngeren zu entwickeln. Sie leisten Hilfestellung und bringen ihre Fähigkeiten immer stärker ein. Die Kleinen entwickeln sich sprachlich schneller als in alters-gleichen Gruppen. Auch die Selbstständigkeit entwickelt sich ausgeprägter. Die Beispielwirkung der Größeren, z.B. beim An- und Ausziehen, beim Basteln, beim Äußern von Wünschen, veranlasst die Kleineren immer rascher, selbst wie die Großen tätig zu werden.

In besonderem Maße bietet sich auch die alters-gemischte Gruppe für die Förderung des Sozial-verhaltens an und dient durch gegenseitiges Geben und Nehmen der Stimulierung der Lernmotivation sowie der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls. Die Kinder wachsen geschwisterähnlich auf und bleiben die ganze Zeit im Gruppenverband. Es ist eine wichtige Erfahrung, mal bin ich „kleiner“ und später auch mal „größer“.

Unsere Aufgabe sehen wir unter anderem darin, den Kindern Material und Tätigkeiten anzubieten, ihnen zu helfen und Mut zu machen, wenn es gar nicht klappt.

Wir greifen allerdings nicht bei jeder auf- tauchenden Schwierigkeit ein und zeigen eine Lösung. Die Kinder sollen Gelegenheit haben, selbst Lösungsmöglichkeiten zu entdecken und auszuprobieren. Schließlich entwickeln sie dabei ihre Fantasie, den Mut etwas Neues auszu-probieren und zunehmende Selbständigkeit.
Auch achten wir darauf, dass den Kindern noch genug Zeit und Raum für selbst gewählte Tätigkeiten verbleibt.