Tipps für Gespräche mit Ihrem Kind

Richtig zuhören

Stellen Sie Ihre eigenen Gefühle und Ansichten hinten an und versuchen Sie die Sache aus der Sicht des Kindes zu sehen, sich in seine Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen.
Legen Sie nicht Ihren eigenen Wertmaßstab an das, was das Kind Ihnen erzählt.

Niemals auslachen

Ihr Kind muss seine Gefühle und Überlegungen äußern können ohne Angst, sich lächerlich zu machen. Denken Sie daran, dass Kinder anders denken als Erwachsene. Wenn Sie Ihre eigene Kindheit nicht vergessen haben, wissen Sie doch noch, wie sich das anfühlt – ein Monster unterm Bett, ein Lehrer, der einen „hasst“ usw. Sie müssen die Kümmernisse Ihres Kindes ernst nehmen, wenn es sich Ihnen vertrauensvoll anvertrauen soll.

Gefühle aussprechen

Ihr Kind teilt sich Ihnen eher mit, wenn Sie Ihre Gefühle und Gedanken mit ihm teilen. Lassen Sie es wissen, dass Sie bekümmert sind und – das ist ganz wichtig – was die Ursache dieser Gefühle ist. Wenn Ihr Kind dann auch seine Gefühle offenbart, vermeiden Sie Vergleiche oder diese Gefühle nicht ernst zu nehmen.



Ihr Körper spricht

Unser Körper sagt oft mehr als viele Worte. Ihre Körperhaltung verrät dem Kind, ob Sie ihm auch innerlich wirklich zugewandt sind und wirklich zuhören. Sprechen Sie mit ihm Auge in Auge,
nicht über die Schulter, während Sie etwas anderes tun. Passen Sie, soweit möglich, Ihre Haltung der Stimmung und Haltung Ihres Kindes an.Nie verkehrt ist es sich zusammenzusetzen. Das verringert die Distanz von „Groß“ und „Klein“ und ein Augenkontakt lässt sich leichter herstellen.

Gezielt fragen

Stellen Sie keine pauschalen „Allerweltsfragen“,
- „Na, wie war´s“ -, die zu allgemein sind, um anders als mit „gut“ oder „Mist“ beantwortet
zu werden. Und vermeiden Sie den echten Kinderschocker, das Wörtchen „Warum?“, das Kinder immer in die Defensive bringt. Fragen,
die mit „Was?“ beginnen, sind günstigere Eröffnungszüge, weil sie konkreter sind und
sich mit einem Wort beantworten lassen.


 

Starter einsetzen

Das viel geschmähte Fernsehen kann ein guter Start für gute Gespräche sein, vorausgesetzt, Sie gucken mit. Dann kommt man über gemeinsames Bangen um Lassie oder Mutmaßungen, wie das mit dem Hamster im Nachthemd wohl weitergehen wird, ganz leicht zu einem Gedankenaustausch auch über ganz andere Themen.

Resonanz / Widerhall geben

Um die eigenen Gedanken zu sortieren, brauchen Kinder oft jemanden, dem sie diese offenlegen können. Oft reicht es schon wie ein Echo die Aussage des Kindes zu wiederholen, leicht abgewandelt zurückzuwerfen, damit das Kind seine eigenen Gefühle, die dahinterstehen, deutlicher wahrnimmt, versteht und Lösungen
für seine Probleme findet. Angenommen, Ihre Vierjährige ist verstört, weil ausgerechnet ihre beste Freundin ihr Duplo-Haus niedergerissen
hat, dann können Sie einfach sagen: “Das
klingt, als ob du ziemlich böse bist auf Inga,
weil sie dein Haus auseinandergenommen hat“.

Befehlsform vermeiden

Viele „Gespräche“ von Groß mit Klein gehen so: „Wasch dir die Hände!“, „Trödel nicht so!“, „Räum das sofort wieder auf!“ . Da kann ein Kind nur noch murren und motzen. Besser, Sie sparen die Befehlsform für echte Gefahren- und Notfälle auf und erklären ansonsten dem Kind, warum es Ihnen wichtig ist, dass es dieses oder jenes tut oder unterlässt.

Genaue Auskunft geben

Kinder haben noch eine recht kurze Aufmerksamkeitsspanne und können sich nur auf das Wesentliche konzentrieren. Je genauer man ihnen sagt, was angesagt ist, desto besser. Also nicht: „Du musst so nach Hause kommen, dass wir noch zum Einkaufen können“, sondern „Du musst um 4.00 Uhr wieder da sein, dann möchte ich mit dir eine neue Jeans kaufen gehen“.

Liebe zeigen

Von der Wiege an muss Ihr Kind wissen, dass Sie es lieben, ganz gleich, was es sagt oder nicht sagt oder wie hitzig ein Streitgespräch wird. Wenn Ihr Kind weiß, dass Sie es lieben, fällt es ihm auch leichter, Regeln und Grenzen zu akzeptieren, die es braucht, um selbstbewusst und glücklich in seine Zukunft zu blicken.